Bei der Frühlingswanderung im Mühlviertel am 31.3.2012 gab es einen lockeren Foto-Workshop, dieser richtete sich auch an jene, die vielleicht keine Top-Kamera besitzen, aber ihre Foto Ergebnisse verbessern wollten und Freude am Fotografieren haben.
Hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst:
Ob Handykamera oder Profiausrüstung: Die beste Kamera ist die, die man im Alltag auch dabei hat. Auch aus freizeittauglichen Kameras lässt sich einiges herausholen.
Tipp 1
Die Kamera beschleunigen
Hunde sind schnell – daher muß es auch die Kamera sein.
- Schnelles Auslösen sollte ein Hauptkriterium beim Kauf einer Kamera sein – und da schwächeln die meisten Geräte.
-> Vor dem Kauf daher am besten die Kamera ausprobieren oder Testberichte Lesen: -> www.dpreview.com.
- Schnellere Bereitschaft fürs nächste Foto:
-> Beschleunigen Sie Ihre Kamera in dem Sie die Fotos mit nicht mehr als 5 MB speichern (reicht locker fürs Betrachten am Bildschirm). Damit sind die meisten Kamera-Modelle deutlich schneller fürs nächste Auslösen bereit.

Ein sensationeller Schnappschuß!

Hunde haben Spaß
© http://gallery.me.com/sumsi_linz

Den richtigen Moment erwischen
Tipp 2
Schönes Licht! / Blitz raus – ISO rein
Der Blitz leuchtet oft unschön die Szene ab und führt zu weißen (überbelichteten) Hundeköpfe in der Nähe, und zu finsteren Bilderreichen in der Ferne.
- Blitz deaktivieren: Das schont übrigens die Batterie und die Kamera ist schneller startklar fürs nächste Auslösen.
- ISO Empfindlichkeit erhöhen: Das führt zu mehr “Bildrauschen”, aber für perfekte Lichtstimmungen im Dunklen ist das die Lösung

Bessere Lichtstimmung ohne Blitz und mit hoher ISO-Empfindlichkeit. Das Bildrauschen stört eigentlich nicht.
Tipp 3
Hund vor der Kamera in “innere Spannung”
Wenn gezielt ein repräsentatives Foto gemacht werden soll, muss auch das richtige Umfeld geschaffen werden.
- Nicht allein Fotografieren: Besser mit zwei Personen am Set: Einer betreut den Hund die andere Person Fotografiert.
- Ein Hund wirkt gut wenn seine “ innere Spannung” sichtbar wird. Ein erfahrener Hundebetreuer schafft eine Atmosphäre, in der sich der Hund wohl fühlt und seine Lebendigkeit sichtbar wird. Bei Hund- im- Stand- Aufnahmen sollte man auf eine korrekte Körperhaltung achten. Besonders die Beinstellung kann vorteilhaft oder sehr nachteilig in der Gesamterscheinung beim Hund ausfallen

Hunde im Alltag in kraftvoller Posen vor die Linse zu bekommen ist eine Glücksache und dafür weniger aufwändig wie im Studio
Tipp 4.
Nähe und Ferne
Experimentieren Sie mit der Bild-Wirkung durch Nähe und Ferne.

aus nächster Nähe II
Tipp 5.
Eine Frag der Perspektive
Experimentieren Sie mit der Bildwirkung durch extreme Perspektiven.
Grosser Schweizer Sennenhund von oben -> “unterworfen oder treuherzig”

"Von oben herab"
Grosser Schweizer Sennenhund auf “Augenhöhe” Fotografieren -> “auf gleicher Ebene mit dem Hund”

fast in Augenhöhe
Grosser Schweizer Sennenhund von unten -> “mächtiger Hund oder lustige neue Perspektive”

Eine imposante Erscheinung!
Tipp 6.
Bildausschnitt
- Hin zum Hund gehen!
- Beherzt Bildausschnitte nehmen!
Oft ist einfach zu viel rundherum dabei.

Bildausschnitt
Extra-Tipp
Wer über Alltagfotos hinaus gute Foto machen will:
- Auch “nebensächliche” Details Fotografieren (die umgestossen Futterschüssel, die Hundepfote nach dem Laufen durch den Acker…)
- Aufmerksamkeit und Reaktionsschnelligkeit lassen sich Trainieren. Damit erhöhen Sie die Chance auf gute Schnappschüsse.

Selbst hartgesottene Hundehalter war nach der Wanderung nach einem Tee zumute.
Viel Spaß beim Fotografieren ihres Hundes und Danke für das Mitmachen und für die Fotos!
Das wünscht euch der Fotograf W. aus Wien.
mehr Fotos: https://plus.google.com/photos/ und hier: http://gallery.me.com/sumsi_linz

Frühlingswanderung im Mühlviertel am 31.3.2012