Gassirundreisebericht

Es ist endlich wieder mal ein schöner Tag, der heute das Licht der Welt erblickte.
Es wird jedoch – so vermute ich schon jetzt – wieder einer der vielen 08/15 Gassirunden werden…
Nachdem er sieht sich auf seinem Lieblingsspielzeug đŸ“Č, Gretes Sennenhundeblog nach den neuesten BeitrĂ€gen durchgeackert hat und hinterher noch die aktuellen SterbefĂ€lle durchforstet- er meint ja es sei die beste Möglichkeit zu sehen, ob er noch zu den Lebenden zĂ€hle – denn, wenn er seinen Namen nicht liest, dann macht er weiter wie bisher. Na, SUPER, das trifft unsereins hart!
Nachdem „wir“ das gewohnte Prozedere abspulen, Temperatur checken, ankleiden, Leine anlegen und Tracker anschalten, stapfen wir den Berg ins Dorfzentrum.
Hier gilt es meine erste Intervention zu setzen, welches andere Ziel sich möglicherweise noch erreichen ließe!
Das wiederum ist in starker AbhĂ€ngigkeit von der DarmaktivitĂ€t in meinem „Ranzen“ (Bauch) zu sehen und die sagt mir alter Junge es eilt! Wir biegen also die nĂ€chstmögliche Straße, Richtung nĂ€chstgelegener GrĂŒnflĂ€che ab. Der Spurt, welchen ich vorgebe ist so seine Sache nicht, zumal ich durch die „klemmende“ Hinterhand-/Beckenhaltung vom Geradeauslaufen massivst beeintrĂ€chtigt bin. Alles eher ein kreuz und quer-stacksen, nur um mich von der Dringlichkeit meines BauchgefĂŒhls abzulenken?! Es ist so wie immer, je eher die Not eintritt, desto weniger sind die Chancen das dringlicher werdende VöllegefĂŒhl am anderen Ende meiner Selbst loszuwerden. Es will sich einfach kein GrĂŒn uns in den Weg stellen!
Und dann das leidige Geschwafel im Hintergrund… Schneller, schneller, nein – nicht hier – jetzt nicht ! Also, Grete ich sag‘ dir, das geht mir so auf die Socken – Ach!
Eine gefĂŒhlte Ewigkeit und noch 5 Minuten! Ich sehe den Platz, das ist er, der wird‘s! Und dann der Natur ihren freien Lauf! WĂ€hrenddessen ich mich da so 3 – 4 mal im enger werdenden Kreis drehe, ĂŒberkommt mich der wahnsinnige Gedanke, „Ach du đŸ’©, davor musste ich doch immer noch pinkeln!“ „Wie konnte ich das auch nur vergessen!!!“
Ich hob das Bein…
Das wird nichts, das Bein noch einen Zentimeter höher und ich gebe frei, was mir nicht bekommen wĂŒrde! Nicht an diesem Platz!“ also scheiß auf pieseln – đŸ’©n ist angesagt! Also ja, dass hier – gerade hier auch noch so ein Hölzchen drunterliegend muss, das lag vorher noch nicht da, oder?
Das muss mir einer untergeschoben haben! Aaah – das befreit! Und wenn er wegen dem StĂŒck Ast wieder jammert, es ist mir schlicht egal. Ich habe mein MUSS erfĂŒllt.
Er beginnt mit den AufrĂ€umarbeiten… ich weiß nicht ob die 3 GassisĂ€ckchen reichen werden? Was kĂŒmmert‘s mich! Ich riech mich derweilen durch das nahe Umland!
Es ist nicht zu fassen, was in so ’nem Darm Platz findet. Bis der gepackt hat, das dauert wieder. Irgendwo da vorne schmeckt‘s nach Hundedame – nicht?
Wir haben Halbzeit, passiert ist noch nicht viel, vereinzelt sind schon Menschen in deren GĂ€rten und suchen auch was und sehr angestrengt nach etwas – wie es ausschaut! Ob die – einen Hund haben? Es kommt auch immer wieder vor, dass wir – eigentlich er – angesprochen werden, das gefĂ€llt mir gar nicht! Das dauert…. HĂ€lt alles nur auf! Sie lachen zusammen und dann geht’s wieder – endlich wieder – weiter! In diesen „Schaffenspausen, Grete, das muss ich dir schon sagen, da muss ich mich schon hinlegen, denn sonst bekomm‘ ich wieder das Zucken in den Beinen, das fĂ€llt wieder jemandem auf und die Rederei und ErklĂ€rung dazu geht wieder von vorne los. „Meine Ärztin hat gemeint, es wĂ€re jetzt das Alter, die Muskeln bauen ab und damit wĂŒrden mir die KrĂ€fte entfliehen…!“
Nicht das einzige was mir entflieht!
Das spĂŒre ich, seit geraumer Zeit, schon Tag fĂŒr Tag! Muss ich mir das also wirklich auch noch anhören? Von Leuten – die selbst Ihre Zipperleins haben, z.B. sie vergessen was sie gerade sagen wollten und auch deren Kopfhaar ergraut mehr und mehr oder wird schĂŒtter!
Bei meinem – Herrn – besonders blöd, da trifft schon alles zu! „TrĂ€gt“ – wie lange noch? – ergrautes Haar und dass schon sehr schĂŒtter und vergisst so einiges. Ein wandelndes KreuzwortrĂ€tsel. Und ich denke dafĂŒr ist eigentlich auch die Leine geschaffen worden. Damit ich ihn wieder heimbringe…
Und solche Leute – Grete – solche, unterhalten sich ĂŒber meine kleinen UnzulĂ€nglichkeiten, dabei findest du an mir kein einziges graues Haar und obgleich diese mir aus gehen, erscheint mein Fell ĂŒberhaupt nicht schĂŒtter. Auch mit 76 Jahren nicht (Menschenjahre wohlgemerkt)!
Und so kam es, dass der Tag seine Wendung erfuhr! Etwas was uns beiden noch den ganzen Tag beschĂ€ftigen sollte und – so wie es sich darstellt – möglicherweise noch bis zum Ende meiner – was sage ich – unserer Tage!
Wir trafen auf ein „Gespann“. Es handelte sich um eine Frau und einem Puppy. Du weißt was ich meine! Ein (sĂŒĂŸer) Welpe der mir seine lange Nase zeigte. Aber dazu spĂ€ter….
Diese Frau stellte meinem Chef die Frage, ob es denn sein könnte, dass er, mein Chef, diesen Hund – Grete, sie meinte mich! – in der NĂ€he Linz gekauft hĂ€tte?
Er drauf, „wenn Sie mit NĂ€he Linz, Gramastetten meinen, dann ja!“ Er hĂ€tte ihn – also mich – von der Grete von den GĂ€nsewiesen geholt!
Es ist sagenhaft, wie sich erwachsene Leute bei deinem Namen „Grete“ so freuen können!
Also hier kĂŒrze ich ab, es ging nicht um mich ja es ging – bla, bla. bla usw. und jetzt kommt‘s! Das HĂŒndchen, das Puppy dieser besagten Frau ist auch aus Gramastetten, auch von Grete!
Na sowas, denke ich! Schon wieder diese komische Freude… ist doch klar, dass die Besten aus gutem Hause kommen!
Kurz und gut, das HĂŒndchen ist also aus deinem Stall, es handelt sich um einen Mops, der mich erstaunlicherweise an einer lĂ€ngeren Nase herumfĂŒhrte und die Frau war – wie ich erkennen konnte – schon vorinformiert, dass unsereins existiert!
Aber das Beste jetzt!
Die wohnen doch glatt im gleichen Dorf – wie WIR! Ich sag‘ nur, ein GlĂŒck, dass die Hundejahre gerade so ins Jahr fliegen, denn dann kann ich mich mit dem heute noch 3 Monate und einige zerquetschte Tage jungen Welpen auch bald etwas intensiver spielen!
Denn jetzt werden meine AnnĂ€herungsversuche bloß mit eigenartigem Quietschen und Fiepsen beantwortet! 🙃😊 -Igitt, Igitt –
Und da war noch was!
Sie nannten ihn NERO!
Ein Puggle-RĂŒde

7 Gedanken zu „Gassirundreisebericht“

  1. Hallo W.,
    ich habe mich ĂŒber Eure Gassi-Geschichte köstlich amĂŒsiert.
    Die Jahre fliegen dahin………
    Herzliche GrĂŒĂŸe
    Helga

  2. Ich hatte es mir auch sogleich gedach, … solche amĂŒsanten Geschichten können nur von W. geschrieben werden. Bitte höre nie damit auf.
    Hab einen schönen Tag mit L. đŸŸđŸŒ»

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