Letzte Folger der Yasu Geschichten

Yasu ist sehr für Traditionen- Vor allem, wenn es ums Fressen

geht. Da macht sie schnell einmal aus einer Fresszugabe eine

Tradition. Gutsi- Spiele zum Beispiel. Einmal eingeführt –

besteht sie vehementest darauf. Wie sie das anstellt? Ganz

einfach: Sie ist solange lästig, bis man – in Gottes Namen –

nachgibt.

Das schaut dann so aus: Sie setzt sich vor Dich hin und schaut

Dich an, wenn es sein muss, auch gerne einmal eine Stunde.

Da beweist sie durchaus Ausdauer.

Zuerst denkt man: “ Was ist denn heute los? Warum setzt sie

sich zu mir und weicht nicht von der Stelle? Muss sie vielleicht

hinaus?“ Mitnichten!

Mittlerweile kennen wir das: Sie will nur ihr Gutsi-Spiel, das wir

vor zwei Tagen einmal angeboten und eben gestern aus einer

Laune heraus – wiederholt haben. Heute hat sie das schon in

ihr Programm eingebaut. Man merke! Achtung! Dreimal

hintereinander gespielt ist gleich Yasu-Tradition. Darauf

besteht sie dann vehement.

Oder auch beim Frühstück: Ursprünglich hatten wir eingeführt:

Nach unserem Frühstück gibt es ein Stück Karotte für sie und

nachdem dann der Tisch abgeräumt ist, bekommt sie 4

Kugerln von ihrem Trockenfutter.

Darin hat sie sofort die Möglichkeit entdeckt, ihre eigene

Traditione daraus zu machen:

Bevor sie ihr Karottenstück bekommt, lässt sie sich nicht

streicheln. Liebesentzug ihrerseits sozusagen: Karotte gegen

Streicheleinheit. Normalerweise sollte es ja umgekehrt sein,

aber nicht bei Yasu. Da ist sie eigen.

Insgeheim müssen wir ja lachen, aber es ist uns schon klar:

sie hat uns ihren Willen aufgedrückt.

Sie ist wirklich eine Persönlichkeit. Sobald sie ihre Karotte

bekommt, hört sie auf, uns mit ihrem Gesang zu belästigen

und wir dürfen sie streicheln. Wir wurden wieder einmal von

ihr erzogen. Wir wissen das zwar, akzeptieren das bis zu

einem gewissen Grad auch, denn sie gehört ja zur Familie.

Und in einer Familie darf jeder – auch der Hund – ein paar

41Marotten und seinen eigenen Chararkter haben, solange es

nicht zu extreme Ausmaße annimmt.

Yasu ist schrullig und dadurch so liebenswert, aber wir möchten sie auf keinen Fall mehr missen.

YASU jetzt im zwölften Lebensjahr

Sie hat auch schon bei offenem Hoftor im Hof gelegen….

Hier mal ein Bild von Coco in voller Größe.
Sie denkt immernoch, dass sie ein kleines Hündchen ist, aber sie wird immer größer und gelehriger.
Tagsüber passt sie sehr gut auf unsern Hof auf. Das lastet sie gut aus und macht ihr Spaß. Sie hat auch schon bei offenem Hoftor im Hof gelegen (die Kinder haben vergessen das Tor zu zu machen… Aber sie hat aufgepasst und ist nicht weg gerannt.

Sie ist wunderschön und zeigt neben den vielen Appenzeller Eigenschaften nun auch immer mehr Bernerseiten 🙂

Lg Anja