2. Landwirtschaftliche Mitarbeiter auf 4 Pfoten

Die enge Beziehung zum Menschen und der ausgesprochene Wachtrieb, legten es von Anfang an nahe, Appenzeller und Entlebucher Sennenhunde auf landwirtschaftlichen Betrieben nicht nur zum Hüten und Viehtreiben zu verwenden, sondern ihn als eigentlichen Haushund  auch in den engeren Kreis der Familie aufzunehmen. Besonders der Entlebucher Sennenhund erwarb sich ausserhalb der Landwirtschaft seine Sympathie und gelangte als guter Begleit- und Familienhund bis in die Stadtwohnung.

Appenzeller und Entlebucher sind stets aufmerksam, lernen schnell und willig, haben  ein unerschrockenes Wesen, sind vor Fremden reserviert, besitzen einen guten Schutz- und Wachtrieb.  Trotz der geringen Grösse, lassen sie sich gut zum Schutz- und Lawinenhund ausbilden, sowie in Breitensport und Agility einsetzten. Besonders zu empfehlen ist die Nasenarbeit, wie bei Fährtenausbildung und Flächensuche.

Sennenhunde neigen bei richtiger Erziehung weder zum Streunen noch zum Wildern. Sie sind sehr anhänglich und  treu, Fremden gegenüber oft misstrauisch, und sie suchen immer Kontakt zum Herrl.

Schade, dass diese wertvollen, hochintelligenten Arbeitshunde mit ihrem freundlichen Wesen so selten an einem Bauernhof anzutreffen sind.

Handliche, pflegeleichte, robuste Hunde mit klugem Gesichtsausdruck. Sie finden imer mehr Freunde bei Menschen, die mit ihrem Hund was anfangen wollen, ohne sich mit einem grossen Hund zu belasten.

6. Zamperl-Ich hab so viel Arbeit

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Liebe Eltern!

Ich hab mich lange nicht gerührt, weil meine Tage so ausgefüllt sind, ich komm einfach nicht zum Schreiben. 

Großvater musste meinen Sicherheitsgurt und das Halsband schon mehrmals verstellen und ich wachs jetzt auch schon in andere Richtungen als nur in die Länge. 

Großvater ist der Meinung, dass ich schon alt genug bin um „Fuß gehen“ zu lernen und „Sitz“ kann ich ja eh schon längst.

Die Gina wird mir immer als Vorbild hingestellt, das geht mir auf die Nerven. Ich bin doch kein obrigkeitshöriger Schäferhund. 

Ansonsten versteh ich mich mit ihr recht gut, aber ganz normal ist die auch nicht, denn wenn ich hinten bei ihr riechen will ist sie gemein zu mir, aber ich muss mir gefallen lassen, dass sie auf mir aufreitet.

Eigentlich bin ich ganz anders aufgeklärt worden, ich kenn mich nimmer aus. 

Teilweise war der Schnee schon weggeschmolzen und ich war total verblüfft, was da unterm Schnee hervorkommt. Ich hab gleich alle Grasbüschel ausgerissen, na das wird eine Arbeit, wenn erst der ganze Schnee weg ist.

Und so vergeht der Tag und abends bin ich ganz erschöpft (siehe Bild)  

Ich muss Schluss machen, der Großvater will spazieren gehen und einstweilen richte ich mich noch nach seinen Wünschen. 

Euer vielbeschäftigter Zamperl

8.Zamperl-Weihnachten

Liebe Eltern !

Jetzt hab ich wieder was Neues gelernt, und das ist WEIHNACHTEN

Für Hunde ist das ganz was Blödes, das kann ich Euch sagen. 

Da riechen herrlich duftende Keks, und Hunde bekommen sie nicht, denn es heißt, das Süße ist nicht gesund. Die Menschen pampfens aber rein. Ich glaube, die vergönnens uns einfach nicht.

Und im Zimmer steht ein Baum, auf den darf man kein Haxl heben.

Und da hängen lauter unnötige Sachen drauf, die darf man sich nicht  einmal anschauen, geschweige denn beriechen, auf die sind die Menschen heikel.

Na Gott sei Dank geht der Großvater jeden Tag stundenlang mit mir fort.

Aber stellt Euch vor – da ist mir auch ganz was Schreckliches passiert:

Es ist uns ein Mann mit Diensthund (Schäferhund) entgegengekommen, der ist ganz dienstlich bei Fuß gegangen. Ich wollt ihn doch nur lustig begrüßen, da hat der mich ganz fest in meinen Nacken gebissen. Es ist zwar kein Blut geflossen, aber wenn der Großvater mich dort bürstet, dann tuts doch weh.  Der Großvater ist sehr lieb zu mir, aber manchmal lacht er mich aus, denn wenn ich so ganz im Mitleidsheischen bin, dann tu ich auch hinken.  Wenn der Großvater dann lacht, dann hör ich wieder auf, dann fällt mir ein, dass ich dort ja gar kein Leiden hab, aber man kanns doch probieren – ich finde es wirkt meistens ganz gut.

Und bei einer Jausenstation sind gleich 2 große Rüden über mich hergefallen, es ist nix passiert, ich kenns ja von Euch zu Hause. Aber im ersten Moment war der Großvater schon sehr besorgt, und das tut mir gut.

Und so hat alles sein Gutes. Ich bin der Prinz im Haus und wer weiß? Vielleicht gibts jetzt doch eins von den ungesunden Keksen?

Weihnachtliche Grüße schickt Euch Euer

Zamperl

7.Zamperl-mein Cousin

Liebe Eltern !
Wie der Zufall es mit sich bringt: mein oben von Euch genannter Cousin, der ca. 1 Monat älter ist als ich, war in meiner Umgebung und ich habe ihn beim Spazieren gehen mit Großvater kennen gelernt.
Wie ich mich dann zu Hause in den Spiegel geschaut habe, musste ich feststellen, dass ich ausschaue wie ein zu groß gewordener Dackel, mein Cousin dagegen schon sehr männlich wirkt.
Werde ich auch so imposant in einem Monat sein?
Mein Großvater sagt, das ist aber nicht das Wichtigste. Er ist überzeugt, dass ich die besten Anlagen habe ein erstklassiger Raufer zu werden.
Anscheinend genügt ihm das.
Jetzt hab ich keine Zeit mehr zum Schreiben, ich muss wieder mit Gina (der Hexe) weiter üben, damit ich sie endlich zu Boden zwingen kann.
Bis bald
Euer Zamperl