Babsi

Hallo Familie Stadlbauer,
anbei mal ein paar Foto von Babsi
Babsi ist der Meinung wenn der Chef ins Büro kommt braucht er keinen Stuhl das ist ihrer
und in unseren Garten fühlt sie sich auch wohl
sie ist schon ganz schön gewachsen und wiegt schon 16 Kilo
wir gehen jeden Sonnabend in die Hundeschule und das spielen mit den Welpen macht ihr auch Spaß
bloss beim spazieren gehen hatte sie immer etwas Angst aber mit der Weile klappt das auch ganz gut
wir haben alle viel Freude an ihr und bestaunt wird sie auch sehr oft wegen der schönen Farben
mit den Tierarzt hat auch alles prima geklappt
Viele liebe Grüße von Fam. S.

Fridas Jahr 2019

Liebe Grete,

 

ohhhh ist das lange her, dass ich dir das letzte Mal geschrieben habe. Da bekomme ich ja ein ganz schlechtes Gewissen, denn du könntest ja glatt glauben, ich hätte dich, den Hans, die anderen Stadlbauers und meine Hundekumpels vergessen. Aber das ist nicht so. Ich hatte nur so furchtbar viel zu tun.

Bei der letzten Frühlingswanderung in Gramastetten haben mein treuer Verehrer Maximilian und ich uns wiedergetroffen und waren die ganze Zeit ein Paar. Auch bei dem Rennen, das du organisiert hast, bei dem ich den dritten Preis gewonnen habe, waren wir in der Ausscheidung zusammen.

Da musste ich Maxi leider schlagen, denn ich wollte ja weiterkommen. Wenn im nächsten Jahr bei der Frühlingswanderung wieder ein Rennen stattfindet, dann werde ich aber wieder mächtig Gas geben! Grete, es gibt doch hoffentlich wieder eine Frühlingswanderung, oder?

 

Als wir wieder zuhause im Schwarzwald waren, wo ich jetzt schon fast dreieinhalb Jahre lang bei meinen Menschen wohne, da habe ich mir überlegt, dass es an der Zeit sein könnte besser auf Frauchen und Herrchen zu hören, weil ich jetzt erwachsen bin. Weißt du, Grete, richtiger Gehorsam ist nicht so ganz meine Sache, glaube ich. Es ist aber auch schwierig. Meine Beiden haben zum Beispiel immer die verrückte Idee, ich müsse verlässlich und unverzüglich kommen, wenn ich ohne Leine unterwegs bin und sie mich rufen. Grete, wie soll das denn gehen, wenn ich gerade nach Mäusen buddeln, oder hinter einem Reh oder einem Hasen herrennen muss? Katzen – auch schwierig. Ich komme ja, wenn ich gerufen werde, sobald ich es einrichten kann, also Zeit dafür habe.

Nun habe ich mir überlegt, es wäre bestimmt sinnvoll, wenn ich nochmals eine richtig gute Ausbildung von einem tollen Trainer bekommen würde. Oder hatte Herrchen diese Idee? Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, ist eigentlich aber auch egal, finde ich. Jedenfalls fanden wir auf unserer Suche die Sandy. Die hatte gerade ihre Prüfung als Hundetrainerin erfolgreich abgelegt. Die Sandy ist zwar noch jung, die hat aber schon ganz viel Erfahrung. Bei ihr zuhause springen gleich drei Hunde herum, der Berti, Marley und Lotta. Die sind inzwischen alle Drei meine Freunde. Ganz besonders der Berti. Der ist zwar viel kleiner als ich, aber er ist trotzdem ein ganz toller Kamerad.

 

Bei der Sandy gab es in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder mal eine Einzelstunde und anschließend „Hausaufgaben“ zum Üben. Ich hatte Spaß ohne Ende, weil ich nämlich ganz schnell gemerkt habe, meine Menschen mussten eigentlich mehr lernen als ich. Die Trainerin, die achtet immer auf alles und sieht sofort, wenn was falsch läuft; auch wenn ich manchmal ein wenig zu schummeln versuche. Dann muss ich die Übung nochmal machen. Aber trotzdem habe ich sie ganz doll lieb und das will ich ihr auch jedes Mal aus Neue beweisen, wenn wir uns sehen. Dann drehe ich jedes Mal ziemlich durch, will immer voll Freude an ihr hochspringen und ihr jede Menge Hundeküsse geben. Die Sandy sagt aber dazu, so wie ich sie begrüße wäre das recht ungehörig und ich sei dann auch zu distanzlos. Das müssten wir abstellen. Aber wenn ich sie doch so arg gernhabe und ihr das auch zeigen will, dann soll das falsch sein? Menschen sind irgendwie schon komisch. Herrchen nimmt Frauchen doch zwischendurch auch mal in den Arm und gibt ihr Küsschen. Ist er dann auch distanzlos und ungehörig? Dann müsste er das doch eigentlich auch abstellen, oder?

Seit Oktober gehen wir jetzt auch noch regelmäßig jede Woche ins Gruppentraining. Da sind dann auch andere Hunde. Das finde ich schön – aber ernsthaft gelernt werden muss trotzdem.

 

 

Ich verstehe inzwischen richtig gut was meine Menschen von mir wollen und kann das dann auch viel besser befolgen als früher. Herrchen war neulich ganz stolz als er von mehreren Bekannten hörte, ich hätte mich aber im letzten halben Jahr noch mal richtig positiv entwickelt. Da habe ich mich auch gefreut und habe gedacht, gut gemacht Frida, es hat sich gelohnt im Training fleißig mitzumachen.

 

Im September waren wir wieder, wie im letzten Jahr, in dem Hundehotel im Zillertal. Es war wieder prima, ganz viele Hunde und einige kannte ich sogar schon vom letzten Mal. Am selben Tag wie wir kamen die Freunde meiner Menschen aus Luxemburg mit ihren drei Collies an, dem Nel, Mexx und Melody. Und dann waren, wie im letzten Jahr auch noch die beiden netten Schweizerinnen mit ihrer Labradoodle-Dame, der Gioia wieder im Hotel. Hui, das war prima! Alle wieder beieinander!

Wir haben dann auch bald eine schöne gemeinsame Wanderung zum Berglsteinersee gemacht. Das war richtig klasse.

 

 

In diesem Jahr war ich dann so weit, dass ich immer meine Menschen zum Essen in das Hotelrestaurant begleiten durfte. Obwohl da so viele Hunde waren, habe ich mich ganz brav neben den Tisch gelegt und habe überhaupt kein Theater gemacht. Das hat Frauchen und Herrchen gut gefallen.

War wieder ein richtig schöner Urlaub, mit etlichen Wanderungen, Planschen in Bächen und Seen, Herumtoben mit Hundefreunden… einfach toll.

 

Ende Dezember fahren wir wieder ganz weit in den Norden, auf die Insel Amrum. Da darf an Silvester kein Feuerwerk abgebrannt werden. Gott sei Dank!!!

Ja, liebe Grete, und damit ist das Jahr 2019 komplett. Im nächsten Jahr melde ich mich dann wieder bei dir.

Frauchen, Herrchen und ich wünschen dir, liebe Grete, dem Hans, allen Stadlbauers und den Hunden schon jetzt eine schöne Adventszeit, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes 2020.

Allen, die meinen Brief im Blog lesen wünsche ich das auch.

Deine Frida

Lili

Hallo Grete,

Ich bin nun schon seit 19 Monaten im Burgenland. Gesundheitlich geht es mir top. Hab viele tierische Freunde gefunden. Vielleicht komm ich im Frühjahr mit meiner Familie zum Spaziergang.
GLG Lily und Familie
Das ist schön wenn ich bei der Wanderung dabei sein kann, da bin ich in Geburtstagsstimmung zum 7ten

Maxwell

Liebe Grete,
Wir haben Bruno(Maxwell) aus dem Wurf vom 09.08.2018 und möchten ihn nicht mehr missen, obwohl es bisher nicht ganz einfach mit ihm war. Er ist sehr lebhaft, oft zappelig und hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, sowohl nach Sicht als auch nach Fährte.
Ich übe täglich mit ihm, wir erziehen ihn konsequent aber ohne Härte. Wir sind alle ruhig und ausgeglichen, auch unser Althund.
Ohne Ablenkung hört er inzwischen gut, wenn andere Hunde dabei sind leider gar nicht. Da nimmt er nichts anderes mehr war. Wir wohnen sehr ländlich und ruhig. Wenn wir mit ihm in der Stadt sind, will er unbedingt zu jedem Hund hin, obwohl wir von Anfang an geübt haben ohne Beachtung vorbei zu gehen.
Jetzt war er erstmalig für 3 Tage in einer Hundepension. Dort ist er total aufdringlich allen anderen Hunden hinterher gelaufen und hat überhaupt nicht gehört. Er ist lieb dabei, aber sehr distanzlos.
Bis zu neun Monaten hatte er das Problem, dass die Blase leicht auslief, sobald er auf der Seite lag. Das hat sich zum Glück schlagartig gegeben.
Schmusen will er gerne, aber es artet sehr schnell in Wild-und Grobheit aus.
LG
Fam. H. mit Bruno aus Deutschland

Valdez

Leider haben wir am 23. Oktober durch eine Röntgenuntersuchung, die aufgrund einer Schwellung durchgeführt wurde, erfahren, dass er Knochenkrebs hatte. Schweren Herzens mussten wir ihn am 30. Oktober, mit erst 5,5 Jahren, über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Wir denken, es war am Ende für ihn eine Erlösung, auch wenn es plötzlich sehr schnell ging. 

Valdez war ein bildhübscher Kerl, der bei uns im Wald, in dem wir immer spazieren gingen, als „Kampfschmuser“ bekannt war. Er kam mit allen Hunden klar, selbst mit denen, bei denen die jeweiligen Besitzer etwas zurückhaltend waren. Zu Hause hat er gerne den Chef gespielt und alles gegessen, was er finden konnte. 

Valdez hat eine Lücke hinterlassen, er fehlt. 

Anbei sind noch zwei Fotos von Valdez, die noch am 16. Oktober gemacht wurden. Er hatte zwar schon die Schwellung (vorne links), aber niemand hatte damit gerechnet, dass er nur kurze Zeit später nicht mehr da wäre. 

 

Liebeserklärung an Edward

Liebe Grete

Niemals möchte ich es missen (umgangssprachlicher Ausdruck für „vermissen“), wenn du des Abends an meiner Tür kratzt, um hereingelassen zu werden. Schnell wedelt dein Schwanz mit der auffälligen weißen Spitze noch ein paar Mal freudig hin und her, dann legst du dich mit deinem warmen weichen Hundekörper auf meinen Fuß, als ob du mich beschützen müsstest.

Nun streichelt meine Hand dir behutsam über den Rücken und du antwortest mit tiefen Atemzügen. Langsam gleitet mein Blick sodann über deinen dunklen Körper, der wie ein samtener Vorhang glänzt, um anschließend deine regelmäßige Zeichnung zu bewundern – von den sich anschließenden hellbraunen Beinen ausgehend bis hin zu den strahlend weißen, von dir sorgsam geleckten Pfoten.

Und dann schaue ich auf deinen wunderschönen breiten Kopf, zu dem zwei warme, braune Knopfaugen gehören, die ganz groß und kugelrund zu werden vermögen, wenn du deine gesamte Kraft auf das Betteln verlegst – dem kann keiner widerstehen. Auch zwei kleine Schlappohren sowie ein großes Nasenschwämmchen, auf der vorderen Schnauzenspitze zählen dazu und unterstreichen das gutmütige Aussehen deines Kopfes, und nicht zu vergessen die kleinen schwarzen Punkte auf weißem Grund, die den vorderen Teil deiner Schnauze zieren und sich mit zunehmendem Alter immer stärker vermehren. Sie veranlassen Angela immer wieder zu einer Liebkosung und dem Ausspruch „mein kleiner Apfelschimmel“, wenn sie mich, auf meine Abstammung bezugnehmend, nicht gerade „mein kleiner Molosser“ nennt

Wenn du fühlst, es sei längst Zeit für einen Ausflug und mich bestimmt und herausfordernd anblickst, sagt Angela immer lächelnd „du bist wie ein stiller Vorwurf aus Stoff.“ Wenn dies jedoch nicht gleich zur Verwirklichung deines Wunsches hinauszugehen führt, wird dieser durch Auflegen der Schnauze auf Angelas Knie weiter bekräftigt – Sie sagt dann immer wieder „du bist so ein schöner Hund“ und du selbst scheinst die Bedeutung dieser Worte an der Stimme und den Gesichtszügen deiner Besitzerin zu erfassen, als ob mir das Kompliment gefällt, lasse ich gleich ein leises Schmatzen hören. Weiterhin blickt Angela auf mein ausgeprägtes Gebiss, das meine Wehrhaftigkeit andeutet, doch niemals jemandem etwas zu leide tun würde. Im Gegenteil allen Menschen gegenüber zeige ich mich freundlich, lege mich vor ihnen auf den Boden und lasse mich gerne streicheln und liebkosen.

Nur manchmal, wenn ich Frauchen und Angela beim Spazierengehen absolut nicht folgen will, weil ich andere Pläne habe, und mich alle vier Pfoten fest in den Boden stemmend dickköpfig gebärde oder mich wahlweise in Platzhaltung auf den Untergrund fallen lasse, erhält auch Angelas sonst so sanftmütige Stimme einen etwas schärferen Unterton, der von einem entschlossenen Gesichtsausdruck begleitet wird, anerkennend sagt sie: „du hast einen starken Willen.“ Schnell werde ich zu einer Beschwichtigungsgeste bewogen und lecke mir über die Schnauze, diese Handlung wird von Angela meist mit einem mitleidvollen Lächeln quittiert, das mich entspannt und zum Weitergehen bewegt.

„Niemals kann ich mich satt sehen an deiner wunderschönen Erscheinung“, sagt Angela, und ich weiß es genau, welche Haltung ich auch immer einnehme, ich sehe immer niedlich aus und kann jeden um die Pfote wickeln. Frauchen pflegt dann frei nach Shakespeare zu sagen „Ja, jeder Zoll ein König!“ (Quelle: Shakespeares Tragödie „König Lear“ um 1605.)