Auslastung von Hunden

Helga hat ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam gemacht.

Es geht zwar um Herdenschutzhunde, aber hat so auch seine Gültigkeit für viele andere Hunderassen.

Problem-Mensch-Hund

Die Auslastung von Herdenschutzhunden

Die Zunahme von Herdenschutzhunden in unseren Haushalten ruft auch die „Auslastungsfanatiker“ auf den Plan. Vermehrt ist die Empfehlung zu hören, dass verhaltensauffällige Herdenschutzhunde nicht ausgelastet sind und dringend beschäftigt werden müssen.

So sind zunehmend motivierte Herdenschutzhundhalter*innen zu beobachten, die diese Hunde kilometerlang neben dem Fahrrad laufen lassen oder sie über Hindernisparcours springen lassen. Nach diesem Sportprogramm, so der Tenor, seien die Hunde müde und lammfromm. Trotz dieses Programms aber nehmen die Suchen nach einem neuen Zuhause für Herdenschutzhunde weiter zu.

Allein wenn man sich die Statur dieser Hunde betrachtet kann man erkennen, welcher Unsinn hier verbreitet wird. Diese Hunde sind für solche Art der Beschäftigung viel zu groß und zu schwer. Die Folgen für die Hunde sind häufig schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparats.

Ihre Aufgabe ist das Wachen und Schützen. Beobachtet man ausgebildete Herdenschutzhunde bei ihrer eigentlichen Aufgabe sieht man, dass ausgiebige sportliche Aktivitäten nicht dazu gehören. Sie liegen und beobachten, gehen ab und an auf Kontrollgang durch ihr Revier um anschließend wieder ihren Beobachtungsposten einzunehmen. Kein Herdenschutzhund würde jemals seine ihm anvertraute Herde verlassen, um sein tägliches Auslastungsprogramm zu absolvieren. Grundsätzlich sind es sehr ruhige und in sich ruhende Hunde.
Sie sparen sich ihre Energien, um im Ernstfall Angreifer vertreiben zu können. Dann powern sie sich aus, kurz aber heftig.

Diese Hunde brauchen Beschäftigung ihrer Züchtung entsprechend, sie müssen wachen und schützen und dies bringt ganz neue „Therapieformen“ auf den Markt. Manche Bauern bieten den Halter*innen an, ihre Hunde für einige Stunden ihre Schaf- oder Ziegenherden zu überlassen, damit die Hunde ihrer Veranlagung entsprechend arbeiten können. Gegen Bezahlung versteht sich.
Ich kann vor diesem Unfug nur abraten. Herdenschutzhunde werden viele Jahre auf diese Aufgabe vorbereitet und ausgebildet. Auch unter Herdenschutzhunden gibt es viele unsichere und ängstliche Hunde, die mit dieser Aufgabe überfordert wären und daher nicht zum Einsatz kommen können. Solch ein unvorbereiteter Einsatz kann gravierende Folgen haben, für die Hunde und die Herde.

Herdenschutzhunde sind imposante Erscheinungen und viele Menschen wollen sich mit solch einem Exemplar schmücken, bekommt man doch von so einigen einen bewundernden Blick für seine Auswahl.

Die Ernüchterung aber stellt sich meist schnell ein, spätestens wenn Besucher nicht mehr reingelassen werden und sich die Nachbarn über den Dauerbeller beschweren. Immer mehr dieser Statussymbole landen aus diesen Gründen in Tierheimen und eine Vermittlung ist fast aussichtslos. Für diese freiheitsliebenden und eigenständigen Hunde bedeutet dies ein Dasein hinter Gittern, eingesperrt auf wenige Quadratmeter. Eine artgerechte Haltung sieht anders aus.

Mit Herdenschutzhunden kann man durchaus friedlich zusammenleben, wenn man sie versteht und mit ihnen ihrer Veranlagung entsprechend lebt. Dazu aber sollte man sich vor der Aufnahme eines Herdenschutzhundes sehr gut über ihre Eigenarten und Besonderheiten informieren. Vor allem aber sollte man die Bereitschaft mitbringen, an sich zu arbeiten um so manche alte „Hundegewohnheit“ und antiquiertes Denken abzulegen.

Eine artgerechte Auslastung eines Herdenschutzhundes ist das Wachen und Schützen. So hat der Mensch es gewollt, mit diesen Genen wurden sie gezüchtet. Diese lassen sich weder abtrainieren noch mit irgendeiner Methode ausschalten. Sie tun es einfach. Hier ist der Mensch gefordert zu lernen, mit dieser Veranlagung umzugehen.

Herdenschutzhunde können ihren Menschen einiges abverlangen und ihnen ihre Schwächen aufzeigen. Wenn man sich dieser Herausforderung aber stellt, kann man sehr viel lernen – vor allem über sich selbst. Dazu braucht es nur ein wenig Mut!

Was Herdenschutzhunde wirklich brauchen?

Eine konsequente Führung
Klare Regeln und Grenzen
Einen souveränen Menschen der auch standhaft bleibt und Haltung zeigt, wenn seine Entscheidung in Frage gestellt wird.

Besonders bei diesen eingenständigen und manchmal auf eigensinnigen Hunden gilt:
„Erst wenn der Mensch sich ändert!“.

©️ Problemhundtherapie Marion Höft
www.problem-mensch-hund.de
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Ernsthafte REALITÄTEN

Die Einstellung zur Hundehaltung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In meiner Jungend war der Hund vor allem der Liquidator der Knochen des Sonntagsbratens. An den Gartentüren stand überall ein Schild „Achtung bissiger Hund“, wobei jeder vorbeigehende Passant von dem Dackelchen mit freudigem Wackeln des Schwänzchens begrüßt wude. Die Essensreste verschwanden nicht im Müll, nein, sie wurden von den Haustieren vertilgt.

von Josef Nossek

Die Tilda – Angst kennt sie gar nicht.

Guten Morgen, liebe Grete,

ganz liebe Grüße von Udo und Kerstin aus der Nähe von Hannover.
Unsere Tilda ist heute 11 Monate alt und hat sich prächtig entwickelt.
Sie ist eine äusserst brave Hündin, sehr ruhig und ausgeglichen. Angst kennt sie gar nicht. Sie hört sehr gut und macht uns viel Freude.
Das haben wir letztendlich auch der Erziehung durch unseren Ary v.d. Gänsewiesen ( Entlebucher ,12 Jahre, A-Wurf von Etel)  zu verdanken.
Sie hat wahnsinnig viel durch ihn gelernt.
Das hätte ich nach der schwierigen Anfangszeit nicht erwartet ( er hat sie 9 Wochen ignoriert und war sehr beleidigt über den Nachwuchs).
Anliegend noch ein paar aktuelles Foto😍
Das letzte Bild im Auto ist aus Oktober. Die Grössenverhältnisse haben sich etwas geändert. 😁
Ich würde mich freuen, von Tildas (ehem. Fritzi) Geschwistern zu hören und vielleicht auch Fotos zu sehen. (Welpen Wenus, Wurf vom 27.06.2019).
Ganz liebe Grüße
Kerstin und Udo mit Tilda und Ary

Den Marder im Holzhaufen wittert sie ständig.

Liebe Frau Stadlbauer

danke, es geht uns gut. Bei der Heimfahrt hat alles gut geklappt. Unsere Ronja, die wir mittlerweile Milou nennen, hat die ganzen 40 Minuten Fahrt aus dem Fenster gesehen. Auch in den Nächten ist sie relativ brav. Ihren Schlaf- Essbereich, den Vorraum, hält sie sauber und sie meldet sich, wenn sie muss. Sonst war sie die ersten beiden Tage eher ruhig, aber dann ist sie aufgewacht. Der ganze Garten und das Erdgeschoss gehören mittlerweile ihr. Sie ist mir oder meiner Tochter in der ersten Woche auf Schritt und Tritt gefolgt. Mittlerweile liebt sie die ganze Familie, setzt sich zu jedem auf den Schoß oder legt sich auf unsere Füße. Milou freut sich an der ganzen Großfamilie, auch die Weidegänse beobachtet sie aufmerksam aber ruhig. Den Marder im Holzhaufen wittert sie ständig. Nur das Beißen und Anspringen stört uns sehr (vor allem bei meiner jüngsten Tochter). Aber wir arbeiten daran. Streichel- und Spieleinheiten liebt sie rund um die Uhr. Am Wochenende hat sie im Garten viel Gras und Holz gefressen, auch Wasser aus jeder Vogeltränke o.ä. getrunken. Daraufhin war ihr, glaube ich, schlecht, sie musste auch sehr oft urinieren?!

Aber auf jeden Fall haben wir sie sehr, sehr ins Herz geschlossen und ich glaube, sie fühlt sich daheim in unserer Familie.

Ich melde mich wieder.

Liebe Grüße und Danke!!

Klara B.