Cleo gibt es leider nicht mehr

Cleo von Southborne Geb. am 31.12.2004 bis 12.1.2020

Mit dem C- Wurf von Southborne fühle ich mich sehr verbunden, weil  ich die Welpen mit Mama Aphra  von den Gänsewiesen einen Tag nach der Geburt zur Aufzucht übernehmen durfte.

Familie S. aus Linz, die 15 Jahre Heimat für Cleo war,  begleiten wir mit unseren Gedanken in der Trauerphase.

Das Jahr 2020 hat für uns leider mit einem schweren Schlag begonnen. Wir mussten am Sonntag (12. Jänner) unsere geliebte Cleo einschläfern lassen. Zuletzt hat sich ihr Zustand rapide verschlechtert, sodass uns bei einem Tierarztbesuch zu dieser drastischen Maßnahmen geraten wurde, um ihr weiteres Leid zu ersparen.
Wir sind tieftraurig aber gleichzeitig auch dankbar, dass wir unsere Cleo trotz ihres angeborenen Herzfehlers 15 Jahre lang haben durften. Sie hinterlässt bei uns eine große Lücke, wir werden sie immer in unseren Gedanken und den Herzen bewahren.
Wir vermissen dich sosehr liebe Cleo.
Liebe Grüße 
Josef
3 Tage vor dem Tod

Das letzte Foto unserer Cleo zeigt sie bei einem Ausflug ins Waldviertel am vergangen Freitag.

1. Geburtstag am 1. Jänner

Wir feierten Wolke‘s (Wera) 1. Geburtstag.
Sie hat sich prächtig entwickelt und bringt uns viel Freude und Spaß.
Auf diesem Weg möchten wir auch ihren Geschwistern alles gute zum Geburtstag wünschen.
Anbei ein aktuelles Bild von Wolke.

Viele liebe Grüße aus der Südpfalz
Claudia, Michael und Wolke

Bob der Entlebucher – der 18.Geburtstag des Alterspräsidenten

Aron von der Linde,

Glückwünsche zum ehrenvollen Geburtstag!

 

Es ist echt unglaublich, aber unser liebster Entlebucher  Bob – “Aro von der Linde” feiert heute mit uns gemeinsam seinen 18.Geburtstag!

Bob stammt mütterlicherseits von „Caty vom Castl Fröhlich“ (Wurf 04.11.2000 DRC 279849/ Zucht: R. Fröhlich) und  väterlicherseits von „Elvis vom Windhuk“ (Wurf 20.02.2001 SSV-ES 38969 / Zucht: W. u. M Gering) ab. Über  Alf vom Ginsterbusch & Bonni von Dürnast (3.Generation) bis hin zu seiner 5.Generation, mit der wohl bisher ältesten Entlebucherin “Liesl von Kasamandl” und somit bis zur 8.u. 10. Generation von “Astor von Alphut”&”Elka vom Kreienmoos” u.a. über Kaltenleitner, Grenchenwitti, Jeschkenbaude, Scheiteracker, Belpmoos, Thörigen, Stauffenfeld bis zu Neuhofstätten, Steinegg, Stettenbach, Hackenrüti, Enetbach u. Alt-Trauchburg… Weiter kommen wir mit unseren Recherchen so ohne Weiteres leider nicht mehr. Im Anhang finden Sie auch den Ahnenpass von Bob.

Bob ist ein absoluter Familienhund. Er war noch vor unserer Hochzeit 2005,  im März 2002 bei uns eingezogen. Er wurde regelmäßig jeden Samstag in seine Welpen-Gruppe zum Spielen gefahren. Nach dem Sprung aus dem Auto, ist er dort immer so heftig – jaulend vor Freude- auf allen vieren kriechend (nur zurückgehalten von der Leine) zu seinen geliebten Spielkameraden hin gerobbt, so dass diese Ankunft manchmal echt peinlich war. In den dann anschließenden Hundeschulstunden Woche für Woche, merkte man sehr schnell, dass er in kurzer Zeit super Lernerfolge erzielte und diese Herausforderung für sich auch brauchte. Am besten gelang es natürlich, sein gelerntes beim Vorführen in der Hundeschule bzw. auf dem Platz umzusetzen. Zu Hause ließ er dann schon mal den Starrkopf heraus, aber mit Leckerlis konnte man ihn immer wieder schnell begeistern um dann seine eigenen Ziele zu erreichen. Auch beim anschließenden Agility hatte er immer viel Spaß und war auch dort ein Musterschüler.

Die Geburt unserer Tochter 2005 und das erste Kennenlernen bestand darin, ihr einmal kurz -noch im Maxi-Cosi liegend- komplett übers komplette Gesicht zu lecken um sich dann anschließend wieder in eines seiner beiden Sabro-Kutten zu legen und zu denken , o.k. ein neuer Spielkamerad und ein späterer Babybrei-Esser ist wohl jetzt hier extra für mich als „bester Babyglas-Ausputzer“ mit eingezogen.

Nach 4 Jahren wurde dann unser Sohn geboren und als er seinen ersten Tag, nach der Geburt zu Hause ankam, genau wieder die gleiche Zeremonie wie bei der Tochter damalsJ. Er ist somit immer mit der Familie umgeben u. aufgewachsen und war niemals eifersüchtig auf die Kinder. Meine Frau hatte auch das große Glück, von Anfang an immer zu Hause zu sein und daher ist Bob als unser “drittes Kind – inkl. eigenen Fotoalbum“ mit aufgewachsen. Er war daher niemals allein und wurde auf jede noch so kleine Reise immer als vollwertiges Familienmitglied mitgenommen. Dort wo man keine Hunde mochte (Hotels etc.) sind wir auch nicht hingefahren. Dabei hat er aber trotzdem, was die Bewegung der kompletten Familie angeht, immer den Tagesablauf bestimmt und diktiert. Unsere Kinder mussten somit auch immer im Gelände-Kinderwagen oder Buggy von klein auf, bei Wind u. Wetter mit in die angrenzende Heide und über Felder und Wiesen. Es waren immer diese regelmäßigen und langen Spaziergänge 3-5km bei Schnee, Sturm, Regen und Sonnenschein, mit sehr, sehr vielen Such- Apportier-u. Rennspielen, welchen ihm diese Kraft und Freude am Leben gegeben haben. Nicht vergessen darf man auch, dass er ab 2003 täglich 3-4 x 58! Treppenstufen auf und ab gehen musste. Heute (seit ca.1 Jahr) ist sein Pensum 3-4 täglich bei kleinen Schnupper-Gassi-Runden und dabei mal das ein und andere Leckerli suchen, ganz schnell erfüllt. Die Stufen tragen wir ihn vorsorglich nun ebenfalls seit 1 Jahr mit einem extra Tragegurt auf und ab.

Bob hatte leider mit 3 Jahren eine Verletzung beim Stöckchen apportieren erlitten, für welche wir beide damals voll die Verantwortung übernehmen mussten. Sein Wurfstock hatte sich senkrecht in den weichen Rasen gebohrt und dabei hatte er leider in seinem “Vollrausch-Sprint“, sich diesen in die vordere Achselhöhle „gebohrt“. So einen Stockwurf würden wir niemals mehr einem Hundebesitzer empfehlen und warnen auch heute noch Besitzer, wenn wir dies manchmal noch sehen! Wir wussten von dieser Gefahr damals leider selber nichts, da es unser aller- aller erster Hund war und von Martin Rütter damals noch nicht die Rede war.

Mit 6-Jahren wurde er kastriert, da unser Arzt dies wegen einer Prostataentzündung und Blut im Urin angeraten hatte. Das waren dann aber auch schon alle seine größeren Lebens-“Wehwehchen”, in seinem absolut langen Entlebucher-Hundeleben. Mit 16 Jahren hatte er sogar dann noch eine Zahn-Zieh-OP unter Voll-Narkose! Unser Tierarzt kann es auch heute immer noch nicht fassen, wenn wir Bob‘s Tabletten (Vetmedin) seit 2 Jahren, aller 3 Monate aus der Praxis holen. „Heilkünstlerisch“ ist er doch immer sehr empfindlich gewesen und reagierte z.B. auf Wurmkuren und Impfungen extrem anfällig und wurde danach immer  sehr lange “Sterbenskrank”, so dass wir diese ihm dann zum Glück erfolgreich, seit ca. 6-7 Jahren einfach nicht mehr verabreichten. Auch sonst ist er in gewisser Hinsicht Futtertechnisch sehr, sehr sensibel. Wenn irgendetwas in seinem Futter mit Muschel -od. Fischöl/mehl enthalten ist, rührt er dies einfach nicht mehr an bzw. wenn er es dann doch aus Verzweiflung und Hungertrieb gegessen hatte,  bekam er immer sehr starken Brechdurchfall. Dafür haben wir aber wirklich sehr, sehr lange gebraucht, bis wir dies dann endlich im Kleingedruckten auf den jeweiligen Futterpackungen oder Anrufen bei Herstellern herausgefunden hatten. Denn Immer mehr Hersteller verwenden  plötzlich diese Zusätze im Futter. Im Moment sind wir seit Jahren bei einem speziellen Josera-Trockenfutter angekommen und hoffen, es bleibt in dieser Zusammensetzung und seiner offenen Deklaration der Inhaltsstoffe auch so erhalten. Er wird fast ausschließlich mit Trockenfutter ernährt bzw. manchmal in Kombination mit einem Dosenfutter.  Rohes, Barf bzw. gewolftes Fleisch hat er nie bekommen.

Sonst könnte er aber auch heute noch immer am liebsten essen, essen und noch mehr essen, denn Bob ist ein absoluter Vielfraß, wobei fressen der falsche Ausdruck ist denn „Inhalieren“ wäre hier richtiger gewesen. Man musste stets immer auf seine Gewichtsbalance achten. Leider haben wir es nie in der Erziehungszeit so weit geschafft, ihn bei unseren gewohnten Mahlzeiten in eine seiner Sabro-Kutten zurück zu bringen. Somit hat er im Laufe der Jahre seinen eigenen “Familien-Mund Beobachtungsplatz” in der Küche als auch ihm Wohnzimmer. Früher reichte es auch aus, die Kühlschranktür nur zu öffnen, da stand er, obwohl eben noch im Tiefschlaf verharrend, schon neben einem und guckte mit seinen treu-bettelnden Augen den “Kühlschrank-Nutzer” an, ihm doch mal ein kleines Käsestückchen mit herauszuholen. Seit einem Jahr ist er nun leider etwas Ohr-und Augenschwach, so dass wir diese Momente nie mehr erleben werden.

Ansonsten war Bob immer in unserem jährlichen Sommer-Ostseeurlaub einer der ersten tägl. am Strand und im Wasser, obwohl er erst  mit 3 Jahren! es sich wirklich erstmalig traute, dann doch endlich mal dort im Ostseewellen-Wasser zu schwimmen. Er war dann bis einschl.  seinem 16.Lebensjahr immer ein eifriger „Apportier-Schwimmer“ in der Ostsee und holte dort am liebsten stundenlang hintereinander irgendeinen Schwimmleuchtturm oder ähnliches heraus. Dies war z.T. so schlimm, dass er sich, wenn man selbst dann mal aus dem Wasser zum Sonnenbad an die Düne gegangen ist und ihn mit nach oben nehmen wollte, er sich einfach mit seinem Apportierspielzeug unten ans Ufer legte und anfing zu Jaulen, bis sich dann endlich wieder jemand von der Familie erbarmte und sein Schwimmtier-/Leuchtturm doch wieder ins Wasser warf usw. bis dann die Sonne unterging und der Strandtag beendet war. Und wehe wir haben uns getraut, mal alleine ins Wasser zu gehen, dann wurden aber „Gesänge“ angestimmt, so dass man sich bei den Hunde-Strandnachbarn schon entschuldigen mussteJ, aber die meisten kannten ihn inzwischen und haben nur gelacht.

Letzten Sommer 2019 sind wir mit ihm aber nur noch im angrenzenden Salz-Haff abends zum Baden, da der Hundebadestrand für seinen Alterszustand und der mächtigen Hitze einfach zu weit weg ist. Er liebt es dann noch immer, im Wasser sich abzukühlen und seine Kreise zu schwimmen oder nach irgendeinem Schwimmspielzeug zu schnappen.

 

Wir hoffen nun alle, er bleibt uns noch etwas erhalten, obwohl er eben nun nicht mehr der Bob ist, wie wir ihn alle die ganzen Jahre erleben durften.

Trotz seines hohen Alters ist er auch immer noch absolut ”dicht” und hält die Nächte ebenfalls durch.

Nun soll sich Bob aber erst mal seine fettlos und kurz angebratene 18. „Geburtstags-Rinderleber“ schmecken lassen.

Diesen zeremoniellen Brauch (inkl.  Weihnachtsbaum abschmücken an diesem Tag) machen wir zu jedem seiner Geburtstage und seine Zunge leckt anschließend noch gefühlte Stunden über seine nun leider sehr ergraute SchnauzeJ

Alle Bilder sowie Bob’s  „Aro von der Linde“ – Ahnenpass dürfen Sie gern verwenden und veröffentlichen, vielleicht finden wir dadurch noch mehr Ahnen mütterlicherseits.

Ganz liebe Grüße aus der Lüneburger Heide

und ein frohes u. gesundes 2020 an Sie und alle Sennenhunde bzw. alle Hunderassen und deren Liebhaber, Besitzer und Züchter

Dies wünscht Fam.Scheunert

Mutter: Caty vom Cast Fröhlich geb. 4.11. 2000
Vater Elvis vom Windhuk, geb. 20.2.2001
Der erste Besuch am 3.2.2002 Niemand hat dort geahnt das BOB am 10. Jänner 2020 Geburtstag feiert.
Am 10.3. 2002 zieht Bob in sein neues Zuhause.
Urlaube
Wanderungen, Ausflüge ……
Gaudi am Strand
Damals als ich noch Farbe im Gesicht hatte
10. Jänner 2020, mein grosser Geburtstag, meine ganze Familie ist aus dem Häuschen und hat mich verwöhnt.

Danke Familie Scheunert aus Reppenstedt für Fotos und Text. Wir wünschen noch viele schöne, gesunde Tage und Monate und freuen uns, wenn wir noch öfters von Bob was erfahren dürfen.

 

 

Dora

Ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Das wird für mich eine interesannte Zeit werden.

Die im 12ten Lebenjahr stehende  Entlebucher Hündin Dora bekommt blad einen Welpen zum Erziehen. Dem Jungen wird sie dann die guten Hausregeln vorleben und dem Spößling zeigen wie es Menschen wollen, wenn man auf Zweibeiner angewiesen ist.

Welpenprägung

In der Prägehölle

Welpenprägung, ein großes Wort, dass in der Leute Köpfen herumschwirrt und offenbar dort immer öfter gegen ein paar Hirnwindungen stößt und Schaden anrichtet, anders kann ich mir die Auswüchse, die das Thema zurzeit hervorbringt, nicht mehr erklären.

Aber fangen wir am Anfang an. Prägung soll dem Welpen das Handwerkszeug für sein späteres Leben geben. Die Erfahrungen in der frühesten Lebensphase sollen den Kleinen helfen später möglichst stress- und angstfrei durchs Leben zu gehen.

Doch bei immer mehr Züchtern scheint das Thema Prägung Amok zu laufen und auch Welpenkäufer haben immer abstrusere Ideen, was zu einer „guten Prägung“ gehört und was ein Welpe in den ersten acht Wochen beim Züchter erlebt haben muss, um auf die Welt vorbereitet zu sein.

Sieht man sich im Internet um, findet man unzählige Listen und Anleitungen, was Welpe erlebt haben muss, bis zum Auszug und man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus…

Beispiele gefällig?

Auf vielen „Beratungsseiten“ von Tierheilpraktikern und Hundetrainern kann man sich Listen ausdrucken, die man abarbeiten kann, um die Welpen richtig vorzubereiten und da ist man weit, weit entfernt von ein paar Brettern zum Klettern und Spielzeug im Garten.

Prägung auf fremde Hunde aller Größen und Körperformen, Prägung auf alle möglichen Tiere von Meerschweinchen bis Kuh, verschiedene Menschen von Säugling über Rollstuhlfahrer bis Mann in Uniform, verschiedenste Fahrzeuge, das Erleben von „Alltagssituationen“ von Spazierengehen im Regen, über Besuch im Baumarkt oder auf der Baustelle bis Besuch vom Volksfest …. Für alle die es vergessen haben sollten, wir sind hier immer noch bei einer Liste, die idealerweise beim Züchter oder innerhalb der ersten zwei bis vier Wochen nach dem Einzug abgearbeitet werden soll!

Die Liste einer Hundetrainierin, die ich hier mal Beispielhaft herangezogen habe, umfasst 109 Punkte und den Hinweis, je mehr dieser Punkte der Welpe innerhalb der ersten 12 Wochen erlebt und gesehen hat und je öfter, desto entspannter wird es später für den Hundehalter laufen, denn in den ersten 12 Wochen seien Welpen enorm aufnahmefähig und würden es fürs spätere Leben als normal ansehen und nicht darauf reagieren.

Und leider glauben immer mehr Welpenkäufer an solche Aussagen und schleifen ihren Welpen durch die Prägehölle, ohne zu ahnen, was sie ihrem Vierbeiner damit antun. Auch immer mehr Züchter springen leider auf den „mehr ist immer besser“ Zug auf und überfluten ihre Welpen von dem tag an dem sie die Augen auf machen (teils schon vorher) mit Reizen, eindrücken und Aufgaben, um sie möglichst „wesensfest“ zu machen und gut vorzubereiten.

Die Welpen werden nach Stundenplan durch die Erfahrungen gedrillt und weil man ja etwas Besonderes und Tolles haben/machen will, setzt man noch einen drauf, um aus der Masse hervorzustechen und fährt dann schon mal mit der versammelten sechs Wochen alten Mannschaft zum Flughafen, um unter Beweis zu stellen, dass man ganz besondere Hunde hat und alles für diese tut.

Viele klatschen Applaus, überschlagen sich vor Begeisterung und loben das Engagement des Züchters, während die anderen entsetzt danebenstehen und sich nur die Hand vor die Stirn schlagen können.

Wieso?

Weil Prägung kein Wettlauf zu neuen Trends sein sollte.

Abgesehen von den enormen Infektionsrisken, die man eingeht, wenn man kleine Welpen durch die Weltgeschichte zerrt, um ihnen möglichst alles zu zeigen, sollte man nicht vergessen, dass auch Welpen ein Stressempfinden haben und das Konzept „so viele eindrücke wie möglich“ auch sehr schnell nach hinten losgehen können.

Begegnungen mit fremden Hunden können negativ verlaufen und zu glauben, der Welpe würde alles positiv verknüpfen, was er in den ersten Wochen gesehen hat, ist auch ein Trugschluss. Wer also durch die seitenlangen Prägelisten hetzt, im Glauben, damit den perfekt vorbereiteten Hund zu schaffen, wird wohl eher einen Dauerkunden für die Hundeschulen, die diese Listen erstellt haben, heranziehen.

In der Prägung geht es nicht darum, möglichst viele Häkchen auf eine Liste zu machen, sondern den Welpen dosiert mit Veränderungen zu konfrontieren und ihn in Ruhe lernen zu lassen, damit umzugehen.

Wesensstärke kommt nicht von frühen Begegnungen mit einem Presslufthammer, einer Geräusch CD oder Ausflügen in den Baumarkt, sondern in erster Linie aus der Genetik. Wenn jemand erzählt, seine Hunde bräuchten eine derart ausufernde Prägung, um auf das Leben da draußen vorbereitet zu sein, sollte man sich Gedanken machen, was bei der Auswahl der Elterntiere wohl schiefgelaufen ist. Bei normalen Hunden reicht es vollkommen aus, dass sie in Familie, Haus und Garten aufwachsen, damit sie zu psychisch gesunden und stabilen Hunden heranwachsen. Braucht der Welpe dafür ein Prägeprogramm mit vier dutzend Punkten, dann ist etwas schiefgelaufen.

Man kann nur beten und hoffen, dass der Aktionismus rund um das Thema Prägung schnell wieder abebbt und sich Züchter, wie Welpenkäufer wieder mehr auf die Basiswerte in der Aufzucht besinnen und die Welpen nicht durch eine Prägehölle mit hundert Kreisen schleifen, im guten Glauben, dass der Dauerstress den Kleinen irgendeinen Nutzen bringen wird.

Quellenhinweis:

https://barksnbooks.blogspot.com/2019/04/in-der-prageholle.html?fbclid=IwAR08xFPUwIyrOLj3GJOWMBWcU2p3HefsiF-OXNEhoYRqK2Urc6nDTigZBF4&m=1